10. Hertensteiner Gespräche am 19. September 2026 in Heilbronn

Die Europa-Union Heilbronn lädt gemeinsam mit den Kreisverbänden Mannheim und Stuttgart zu den 10. Hertensteiner Gesprächen am 19. September 2026 nach Heilbronn ein. Die Tagesveranstaltung bietet in acht Gesprächskreisen und einem Föderalistischen Forum ein vielfältiges Themenspektrum und reichlich Gelegenheit zum direkten Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft.

Die Themen reichen von Wirtschaft und Innovation, gesellschaftlicher Resilienz und Sicherheit bis zu Demokratischer Erinnerungskultur und EU-Finanzen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die 80. Jubiläen des Hertensteiner Programms, einem zentralen Gründungsdokument der Europa-Union, der Europa-Union Deutschland und ihres Dachverbandes Union Europäischer Föderalisten (UEF). Das Föderalistische Forum, moderiert von EUD-Generalsekretär Christian Moos, widmet sich dem Thema „Gesellschaftliche Resilienz als Europas erste Verteidigungslinie: Wie wir hybriden Angriffen begegnen“.

Unter den Mitwirkenden sind EUD-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Wechsler MdEP, Generalkonsul Rafał Wolski, Landtagspräsident Thomas Strobl, die Landtagsabgeordneten Gudula Achterberg, Artur Eichin, Nicolas Fink und StS Cornelia von Loga sowie Dr. Udo Bux, Leiter des EP-Verbindungsbüros in München. Die Themen der Gesprächskreise sowie alle weiteren Mitwirkenden entnehmen Sie bitte dem Programm.

Die Tagesveranstaltung findet von 9.30 bis 20.00 Uhr im Parkhotel in Heilbronn statt und schließt mit einem geselligen Abend unter dem Motto „80 Jahre Hertenstein, UEF und EUD“.

Beim Vorprogramm am Freitag, 18. September, um 18.00 Uhr erwartet die Gäste ein Austausch über das europäische Netzwerk der EU-Gemeinderäte. Um 20 Uhr schließt sich ein Get-Together im Parkhotel an.

Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro bzw. 20 Euro für Mitglieder der Europa-Union und Studierende. Bitte melden Sie sich unter info(at)euhn.eu zu der Veranstaltung an.

Für Rückfragen steht Ihnen der Vorsitzende der Europa-Union Heilbronn, Heinrich Kümmerle, unter info@euhn.eu gerne zur Verfügung.

Die 10. Hertensteiner Gespräche werden unterstützt von der Europa-Union Deutschland, der Europa-Union Baden-Württemberg, der Europäischen Bewegung Baden-Württemberg und der JEF Heilbronn.
 

Zusammenarbeit mit Frankreich und Polen

35 Jahre Weimarer Dreieck

Am 29. August 1991 gründeten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens das Weimarer Dreieck. Bei ihrem Treffen in Weimar legten sie fest, dass ihre Länder künftig enger zusammenarbeiten würden. Seitdem stimmen sich Deutschland und seine beiden größten Nachbarländer in dem Dreierformat zu grenzüberschreitenden, europapolitischen und internationalen Themen ab“. In der sicherheitspolitischen Lage, in der sich Europa befindet, ist für Deutschland diese enge Partnerschaft von großer Bedeutung. Nachdem das Weimarer Dreieck über viele Jahre auf politischer Ebene weitgehend unwirksam war, ist es nun umso wichtiger, sein Potential voll auszuschöpfen. 

„Beim Weimarer Dreieck geht es aber nicht allein um Politik, sondern auch um den Austausch von Kultur und Zivilgesellschaft“, hebt Dr. Claudia Conen, Vorsitzende der Europa-Union Thüringen hervor. Während mit Frankreich in der Folge des Elysée-Vertrags seit den 1960er Jahren zahlreiche Städtepartnerschaften entstanden sind, seien ab den 1990er Jahren viele deutsch-polnische Städtepartnerschaften hinzugekommen. Zudem förderten das Deutsch-Französische und das Deutsch-Polnische Jugendwerk gemeinsam tri-nationale Jugendbegegnungen. Angesichts der Verbrechen, die Deutschland im zweiten Weltkrieg in Frankreich und insbesondere in Polen begangen hat, leiste das Weimarer Dreieck einen wertvollen Beitrag zu Aussöhnung und Völkerverständigung.

„Auch in Thüringen unterhält als gesamte Region eine Partnerschaft mit der französischen Region Hauts-de-France (ehemals Picardie). Darüber hinaus gibt es zahlreiche kommunale Städtepartnerschaften einzelner thüringischer Städte mit französischen Kommunen der Städtepartnerschaften, wie z. B. mit Lille, Tourcoing, Le Bouscat, Bussy-Saint-Georges, Escaudain oder Bègles. Mehrere thüringische Kommunen unterhalten zudem Partnerschaften mit polnischen Städten wie z. B. Skierniewice, Leszno, Kalisz, Kielce oder Gostyń . Zusätzlich pflegt das Land Thüringen eine offizielle Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Kleinpolen. Austausch und Zusammenarbeit sind zu einer guten Tradition geworden und viele Freundschaften sind entstanden,“ so Conen. Alles Kommunalvertreterinnen und -vertretern und ehrenamtlich Engagierten, die im Rahmen von Austauschen, Partnerschaftsvereinen und binationalen Gesellschaften das Weimarer Dreieck vor Ort mit Leben füllen und für ein gutes Miteinander in Europa eintreten, gilt unser großer Dank.