Frisch aus dem Druck: Mitgliedsmagazin Europa aktiv 2/2026

Im Europamonat Mai hatten unsere Verbände wieder ein prallgefülltes Veranstaltungsprogramm vorzuweisen, wie ein Blick in die aktuelle Ausgabe von Europa aktiv zeigt. Europapolitische Projekte für Jugendliche in den Landtagen, Preisverleihungen zum Schulwettbewerb, Studienfahrten, Filmvorführungen, ein Generationen-Dialog und weitere Diskussionsangebote wurden auf die Beine gestellt.

Titelseite von Europa aktiv 2/2026

Ein wichtiger Partner sind dabei immer wieder die Landeszentralen für politische Bildung, so auch bei der Kampagne #MachDeinKreuzMV zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Der Bundesverband gestaltete beim 104. Katholikentag in Würzburg am 16. Mai erneut einen „Europatag“ mit hochkarätigen Gesprächsrunden sowie mit tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung von EUD und JEF einen dreitägigen Aktionsstand auf der Kirchenmeile. Der Europäischen Abend am 19. Mai in Berlin widmete sich Europas digitaler Souveränität.

„Kein Feiertag, aber ein Grund zum Feiern!“ – Dies war der Slogan einer bundesweiten Anzeigenkampagne zum 40. Jubiläum des Europatags, die die Europa-Union dank der Firma Ströer umsetzen konnte. Auf 8.349 großen digitalen Werbedisplays wurde das Anzeigenmotiv vom 7. bis 9. Mai ausgespielt. Vielleicht haben Sie es auch gesehen? Falls nicht, schauen Sie in die aktuelle Ausgabe.

Die täglichen Nachrichten zeigen: Die dramatische Weltlage macht es unverzichtbar, dass die europäischen Staaten ihre Kräfte noch stärker bündeln und geeint handeln. Was angepackt werden muss und wie eine föderalistische Avantgarde von Mitgliedstaaten dies vorantreiben kann, lesen Sie im Leitartikel dieser Ausgabe. Wie gesellschaftlicher Föderalismus als Gegenentwurf zu Nationalismus wirken kann, wurde beim Internationalen Berlin-Seminar der JEF Deutschland im Juni diskutiert. Den Bericht finden Sie – last but not least – am Ende der Ausgabe.

Unsere Verbandszeitschrift können Sie als E-Paper lesen oder über die Europa aktiv App, die im Google Play Store und im Apple App Store zum Download bereit steht. In der App finden Sie übrigens auch andere EUD-Publikationen.

Die Ausgabe 2/2026 ist auch als PDF-Version verfügbar. Ältere Ausgaben unserer Mitgliederzeitschrift finden Sie wie immer in unserem Archiv.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre und einen schönen Sommer mit zahlreichen Europamomenten, bei Ihnen vor Ort oder auf Reisen.

Zusammenarbeit mit Frankreich und Polen

35 Jahre Weimarer Dreieck

Am 29. August 1991 gründeten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens das Weimarer Dreieck. Bei ihrem Treffen in Weimar legten sie fest, dass ihre Länder künftig enger zusammenarbeiten würden. Seitdem stimmen sich Deutschland und seine beiden größten Nachbarländer in dem Dreierformat zu grenzüberschreitenden, europapolitischen und internationalen Themen ab“. In der sicherheitspolitischen Lage, in der sich Europa befindet, ist für Deutschland diese enge Partnerschaft von großer Bedeutung. Nachdem das Weimarer Dreieck über viele Jahre auf politischer Ebene weitgehend unwirksam war, ist es nun umso wichtiger, sein Potential voll auszuschöpfen. 

„Beim Weimarer Dreieck geht es aber nicht allein um Politik, sondern auch um den Austausch von Kultur und Zivilgesellschaft“, hebt Dr. Claudia Conen, Vorsitzende der Europa-Union Thüringen hervor. Während mit Frankreich in der Folge des Elysée-Vertrags seit den 1960er Jahren zahlreiche Städtepartnerschaften entstanden sind, seien ab den 1990er Jahren viele deutsch-polnische Städtepartnerschaften hinzugekommen. Zudem förderten das Deutsch-Französische und das Deutsch-Polnische Jugendwerk gemeinsam tri-nationale Jugendbegegnungen. Angesichts der Verbrechen, die Deutschland im zweiten Weltkrieg in Frankreich und insbesondere in Polen begangen hat, leiste das Weimarer Dreieck einen wertvollen Beitrag zu Aussöhnung und Völkerverständigung.

„Auch in Thüringen unterhält als gesamte Region eine Partnerschaft mit der französischen Region Hauts-de-France (ehemals Picardie). Darüber hinaus gibt es zahlreiche kommunale Städtepartnerschaften einzelner thüringischer Städte mit französischen Kommunen der Städtepartnerschaften, wie z. B. mit Lille, Tourcoing, Le Bouscat, Bussy-Saint-Georges, Escaudain oder Bègles. Mehrere thüringische Kommunen unterhalten zudem Partnerschaften mit polnischen Städten wie z. B. Skierniewice, Leszno, Kalisz, Kielce oder Gostyń . Zusätzlich pflegt das Land Thüringen eine offizielle Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Kleinpolen. Austausch und Zusammenarbeit sind zu einer guten Tradition geworden und viele Freundschaften sind entstanden,“ so Conen. Alles Kommunalvertreterinnen und -vertretern und ehrenamtlich Engagierten, die im Rahmen von Austauschen, Partnerschaftsvereinen und binationalen Gesellschaften das Weimarer Dreieck vor Ort mit Leben füllen und für ein gutes Miteinander in Europa eintreten, gilt unser großer Dank.