Mitgliedszeitschrift Europa aktiv: Mit neuem Design ins Jubiläumsjahr

In diesem Jahr wird die Europa-Union 80 Jahre alt. Unser Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, unserer Mitgliederzeitschrift einen frischen Anstrich zu geben. Die Neugestaltung orientiert sich am Corporate Design der Europa-Union. Wir hoffen, die Neuerung gefällt Ihnen.

„Acht Jahrzehnte Einsatz für ein föderales, demokratisches Europa sind kein Anlass für Selbstzufriedenheit, sondern Verpflichtung. Wer 80 Jahre lang für die europäische Einigung gestritten hat, weiß: Europa war nie ein Selbstläufer. Es war immer ein politisches Projekt, das Mut, Überzeugungskraft und Ausdauer verlangte. Und genau das verlangt es heute wieder“, schreibt EUD-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Wechsler im Editorial dieser Ausgabe.

Zusammen sind wir stark, gilt nicht nur für Europa, sondern auch für unsere Verbände. Deshalb startete die EUD das Jahr Hand in Hand mit der JEF. Nach einer gemeinsamen Vorstandsklausur im Januar folgte im März der EUD/JEF-Bundesausschuss. In dem Leitbeschluss fordern beide Verbände konkrete Maßnahmen zum Schutz der Demokratie in Europa. Auch Leitlinien für unser Miteinander in der Europa-Union wurden verabschiedet. 

Angesichts der Weltlage stehen auch bei EUD und JEF Sicherheit und Verteidigung derzeit hoch im Kurs, u.a. ist eine gemeinsame Kampagne geplant. Wir blicken in dieser Ausgabe zurück auf gleich mehrere Veranstaltungen zu diesen Themen.

In weiteren Beiträgen geht es um die gelebte Nachbarschaft mit Frankreich und Polen, die Vernetzung in der Kommunal- und Landespolitik sowie die Bedeutung europapolitischer Jugendbildung.

Unsere Verbandszeitschrift können Sie als E-Paper lesen oder über die Europa aktiv App, die im Google Play Store und im Apple App Store zum Download bereit steht. In der App finden Sie übrigens auch andere EUD-Publikationen.

Die Ausgabe 1/2026 ist auch als PDF-Version verfügbar. Ältere Ausgaben unserer Mitgliederzeitschrift finden Sie wie immer in unserem Archiv.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre sowie schöne und erholsame Osterfeiertage!

Zusammenarbeit mit Frankreich und Polen

35 Jahre Weimarer Dreieck

Am 29. August 1991 gründeten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens das Weimarer Dreieck. Bei ihrem Treffen in Weimar legten sie fest, dass ihre Länder künftig enger zusammenarbeiten würden. Seitdem stimmen sich Deutschland und seine beiden größten Nachbarländer in dem Dreierformat zu grenzüberschreitenden, europapolitischen und internationalen Themen ab“. In der sicherheitspolitischen Lage, in der sich Europa befindet, ist für Deutschland diese enge Partnerschaft von großer Bedeutung. Nachdem das Weimarer Dreieck über viele Jahre auf politischer Ebene weitgehend unwirksam war, ist es nun umso wichtiger, sein Potential voll auszuschöpfen. 

„Beim Weimarer Dreieck geht es aber nicht allein um Politik, sondern auch um den Austausch von Kultur und Zivilgesellschaft“, hebt Dr. Claudia Conen, Vorsitzende der Europa-Union Thüringen hervor. Während mit Frankreich in der Folge des Elysée-Vertrags seit den 1960er Jahren zahlreiche Städtepartnerschaften entstanden sind, seien ab den 1990er Jahren viele deutsch-polnische Städtepartnerschaften hinzugekommen. Zudem förderten das Deutsch-Französische und das Deutsch-Polnische Jugendwerk gemeinsam tri-nationale Jugendbegegnungen. Angesichts der Verbrechen, die Deutschland im zweiten Weltkrieg in Frankreich und insbesondere in Polen begangen hat, leiste das Weimarer Dreieck einen wertvollen Beitrag zu Aussöhnung und Völkerverständigung.

„Auch in Thüringen unterhält als gesamte Region eine Partnerschaft mit der französischen Region Hauts-de-France (ehemals Picardie). Darüber hinaus gibt es zahlreiche kommunale Städtepartnerschaften einzelner thüringischer Städte mit französischen Kommunen der Städtepartnerschaften, wie z. B. mit Lille, Tourcoing, Le Bouscat, Bussy-Saint-Georges, Escaudain oder Bègles. Mehrere thüringische Kommunen unterhalten zudem Partnerschaften mit polnischen Städten wie z. B. Skierniewice, Leszno, Kalisz, Kielce oder Gostyń . Zusätzlich pflegt das Land Thüringen eine offizielle Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Kleinpolen. Austausch und Zusammenarbeit sind zu einer guten Tradition geworden und viele Freundschaften sind entstanden,“ so Conen. Alles Kommunalvertreterinnen und -vertretern und ehrenamtlich Engagierten, die im Rahmen von Austauschen, Partnerschaftsvereinen und binationalen Gesellschaften das Weimarer Dreieck vor Ort mit Leben füllen und für ein gutes Miteinander in Europa eintreten, gilt unser großer Dank.