Zusammenbleiben und Zusammenhalten - Können Städtepartnerschaften zur Überwindung der Corona-Krise beitragen?

Online-Bürgerdialog zur Bedeutung von Städtepartnerschaften in Zeiten von Corona am 30. Juni 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der Europa-Union Thüringen,

dieses Jahr ist alles anders. In Zeiten von Corona müssen wir leider auf persönliche Begegnungen mit Ihnen und den Austausch z. B. bei unseren Europa-Dialogen verzichten. Weiterhin heißt es jetzt: Abstand halten. Dabei ist es gerade in Zeiten wie diesen wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben! 

Wir laden Sie daher herzlich ein zu unserem

Online-Bürgerdialog „Zusammenbleiben und Zusammenhalten - Können Städtepartnerschaften zur Überwindung der Corona-Krise beitragen?“ am Dienstag, 30. Juni 2020, um 17.00 Uhr.

Die Corona-Krise fordert uns als Einzelne, als Gesellschaft und als Europäerinnen und Europäer in den Kommunen. Welchen Beitrag können Städtepartnerschaften zur Lösung von aktuellen Problemen in der Gesellschaft leisten? Wie solidarisch sind wir in der Krise mit unseren europäischen Nachbarn? Aber auch: Welche Fragen abseits von Corona sind jetzt wichtig? Welche Rolle über Städtepartnerschaften heutzutage aus? Welche Unterstützung gibt es?

Diskutieren Sie diese und all Ihre Fragen im Gespräch mit

  • Peter Kleine, Oberbürgermeister von Weimar 
  • Jochen Butt-Posnik, Leiter der Kontaktstelle Deutschland "Europa für Bürgerinnen und Bürger" bei der Kulturpolitischen Gesellschaft Bonn 

Moderation: Dr. Claudia Conen, Landesvorsitzende der Europa-Union Thüringen

ANMELDUNG: Der Bürgerdialog findet als Videokonferenz auf der Plattform "Edudip" statt. Zur Teilnahme können Sie sich hier anmelden. Die Teilnehmerzahl ist aus technischen Gründen begrenzt.

Veranstaltet wird der Bürgerdialog von der Europa-Union Thüringen e.V., unterstützt vom Thüringer Gemeinde- und Städtebund und der überparteilichen Europa-Union Deutschland im Rahmen der Bürgerdialogreihe „Europa – Wir müssen reden!“.

Weitere Informationen und Angebote finden Sie auch unter www.eud-buergerdialoge.de.

Wir freuen uns, Sie beim Online-Bürgerdialog begrüßen zu dürfen!

Herzliche Grüße 

Ihre 

Dr. Claudia Conen

Landesvorsitzende Europa-Union Thüringen

 

 

Zusammenarbeit mit Frankreich und Polen

35 Jahre Weimarer Dreieck

Am 29. August 1991 gründeten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens das Weimarer Dreieck. Bei ihrem Treffen in Weimar legten sie fest, dass ihre Länder künftig enger zusammenarbeiten würden. Seitdem stimmen sich Deutschland und seine beiden größten Nachbarländer in dem Dreierformat zu grenzüberschreitenden, europapolitischen und internationalen Themen ab“. In der sicherheitspolitischen Lage, in der sich Europa befindet, ist für Deutschland diese enge Partnerschaft von großer Bedeutung. Nachdem das Weimarer Dreieck über viele Jahre auf politischer Ebene weitgehend unwirksam war, ist es nun umso wichtiger, sein Potential voll auszuschöpfen. 

„Beim Weimarer Dreieck geht es aber nicht allein um Politik, sondern auch um den Austausch von Kultur und Zivilgesellschaft“, hebt Dr. Claudia Conen, Vorsitzende der Europa-Union Thüringen hervor. Während mit Frankreich in der Folge des Elysée-Vertrags seit den 1960er Jahren zahlreiche Städtepartnerschaften entstanden sind, seien ab den 1990er Jahren viele deutsch-polnische Städtepartnerschaften hinzugekommen. Zudem förderten das Deutsch-Französische und das Deutsch-Polnische Jugendwerk gemeinsam tri-nationale Jugendbegegnungen. Angesichts der Verbrechen, die Deutschland im zweiten Weltkrieg in Frankreich und insbesondere in Polen begangen hat, leiste das Weimarer Dreieck einen wertvollen Beitrag zu Aussöhnung und Völkerverständigung.

„Auch in Thüringen unterhält als gesamte Region eine Partnerschaft mit der französischen Region Hauts-de-France (ehemals Picardie). Darüber hinaus gibt es zahlreiche kommunale Städtepartnerschaften einzelner thüringischer Städte mit französischen Kommunen der Städtepartnerschaften, wie z. B. mit Lille, Tourcoing, Le Bouscat, Bussy-Saint-Georges, Escaudain oder Bègles. Mehrere thüringische Kommunen unterhalten zudem Partnerschaften mit polnischen Städten wie z. B. Skierniewice, Leszno, Kalisz, Kielce oder Gostyń . Zusätzlich pflegt das Land Thüringen eine offizielle Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Kleinpolen. Austausch und Zusammenarbeit sind zu einer guten Tradition geworden und viele Freundschaften sind entstanden,“ so Conen. Alles Kommunalvertreterinnen und -vertretern und ehrenamtlich Engagierten, die im Rahmen von Austauschen, Partnerschaftsvereinen und binationalen Gesellschaften das Weimarer Dreieck vor Ort mit Leben füllen und für ein gutes Miteinander in Europa eintreten, gilt unser großer Dank.